Herbstweine: 5 persönliche Empfehlungen für dich
ADVERTORIAL | Kaum werden die Tage kürzer und das Wetter ungemütlicher, ist es wieder an der Zeit, einer Weinkategorie zu frönen, die eigentlich gar keine Weinkategorie ist, sondern eher so etwas wie ein Genuss-Gefühl. Die Rede ist natürlich von den Herbstweinen. Hier verrate ich dir meine 5 Lieblinge, die mich immer wieder begeistern.
Es hat ja schon ein wenig Tradition: Sobald sich die Blätter an den Bäumen färben, ein Regenschauer den nächsten jagt, der Wind bläst und die Temperaturen fallen, räumen die Weinmenschen rund um den Globus ihre Rosés und Weißweine in den Keller und holen die roten Gewächse raus. Die Zeit für Herbstweine, mit denen man sich einkuscheln und einen gemütlichen Abend verbringen kann, ist endlich da!
Obwohl das so ja nur bedingt stimmt. Denn es gibt auch ein paar Weißweine, die ganz wunderbar zum Herbst passen. Vor allem zu dessen Küche. Und eh! Rotwein ist nicht gleich Rotwein! Viele Menschen denken bei Herbstweinen automatisch an italienischen Primitivo oder dessen Bruder Zinfandel aus Kalifornien. Einige holen mit Amarone della Valpolicella oder Châteauneuf-du-Pape die alkoholstarken Brummer aus dem Regal, die dann bis März regelmäßig ins Glas kommen. Ganz ehrlich? Ich mag da schon ein wenig mehr Abwechslung haben. Nur schwere und voluminöse Rotweine wären für mich etwas zu eintönig. Deswegen verrate ich dir jetzt einfach mal, welche Herbstweine zu meinen fünf Favoriten gehören – und das bereits seit mehreren Jahren.
Herbstweine müssen nicht immer rot sein!

Den Anfang macht ein Wein, der dich vielleicht ein wenig überraschen mag. Denn es ist ein Weißwein. Nämlich der „Les Vénérables“ von La Chablisienne. Willkommen im Chablis! Das Besondere an diesem Chardonnay: Das Durchschnittsalter der Rebstöcke liegt bei 50 Jahren. Hier kann man dann also mit Fug und Recht von alten Reben reden, die tief in den sehr kalkhaltigen Boden wurzeln. Wer jetzt einen sehr stahlig-strahlenden Chablis mit hoher Säure erwartet, könnte ein wenig überrascht sein. Denn der „Les Vénérables“ hat eine doch recht deutliche Fassnote und einen zarten Vanille-Touch durch den Ausbau im Holzfass. Allerdings ist beides wunderbar integriert und harmoniert sehr gut mit den Anklängen von weißem Pfirsich sowie der bezaubernd salzigen Mineralität. Es ist ein ebenso intensiver wie auch eleganter Wein, der für mich ein hervorragender Speisenbegleiter ist. Vor allem zu herbstlichen Gerichten mit Steinpilzen oder Kürbis.
La Chablisienne ist übrigens die einzige Genossenschaft in der Burgund-Appellation Chablis. Und was für eine! Ein Viertel der gesamten Chablis-Produktion geht auf die Kooperative zurück. Und sie ist das beste Beispiel dafür, dass sich Quantität und Qualität wahrlich nicht ausschließen. Mit ihren sieben Grand Crus und 15 Premier Crus sorgt die Kellerei international regelmäßig für Furore. „Les Vénérables“ bietet einen hervorragenden Einstieg in die Premium-Genusswelt von La Chablisienne.
Beaujolais mit viel Niveau

Inmitten der malerischen Hügellandschaft des Beaujolais nahe den Ortschaften Le Pérreon und Vaux-en-Beaujolais liegen die Weinberge der Cave du Château des Loges. Die 147 Winzerfamilien produzieren Rot- und Weißweine in den Appellationen Beaujolais und Beaujolais Villages sowie in den Crus Brouilly, Côte de Brouilly, Morgon, Fleurie und Régnié. Für mich ist der „Les 3 Madonnes“ von der Côte de Brouilly ein idealer Herbstwein. Die Gamay-Trauben gedeihen auf Granit und Schiefer – und zwar direkt im Schatten der drei großen Madonnen-Statuen, die auf 500 Meter Höhe über dem Weinberg wachen. Womit dann auch der Name des Weins geklärt wäre.
„Les 3 Madonnes“ ist einerseits ein typischer Beaujolais mit viel fruchtiger Kirsche und schwarzer Pflaume sowie den allseits bekannten (und von mir sehr geliebten) Veilchen-Anklängen. Überraschend sind hingegen die Aromen von Schwarzer Johannisbeere und Weinbergspfirsich. Und auch die Struktur hat es in sich: Fein, präzise, mit einer unnachahmlichen Harmonie. Trotzdem ist der Wein sehr gut strukturiert und brilliert mit charmant-weichen Gerbstoffen, wie man sie in fast allen hochwertigen Beaujolais-Crus findet. Dieser Gamay macht mir nach einem langen Tag auf dem Sofa übrigens ebenso viel Freude wie als Speisenbegleiter. Von Coq au Vin über Entenbrust bis zur Käseplatte mit Freunden ist hier quasi alles möglich.
Burgund in bezahlbar

Bleiben wir ruhig noch ein wenig in der Gegend und reisen gen Norden ins Burgund. In die Appellation Hautes Côtes de Nuits, um genau zu sein. Denn von hier stammt der Pinot Noir der Vignerons Associés des Monts de Bourgogne. Bevor jetzt Verwirrung entsteht, weil der Name der Kooperative gar nicht vorne auf dem Etikett steht: Die Rotweine der Cave firmieren allesamt unter der Marke Nuiton-Beaunoy. Womit wir das geklärt hätten. Also zurück zum Bourgogne Hautes Côtes de Nuits. Die Pinot-Reben profitieren von dem besonders kalkhaltigem Boden, der dem Wein eine ebenso feine wie lebendige mineralische Note verleiht. Dank der thermoregulierten Vinifikation in Edelstahltanks kommen die reinen Fruchtanklänge in diesem Wein besonders gut zur Geltung. Vor allem Himbeere und Schwarze Johannisbeere bezirzen Nase und Zunge.
Am Gaumen überrascht mich immer wieder das mittelkräftige Tannin, mit seinem seidigen Charakter und der fast schon adeligen Eleganz. Wobei das eigentlich gar nicht so überraschend sein dürfte, denn schließlich wird dieses kleine Geschmackswunder für zehn bis 12 Monate auf der Hefe in französischen Eichenfässern ausgebaut. Das sorgt für noch mehr Charme und vor allem das gewisse Extra an Rückgrat, das den Wein zu einem idealen Speisenbegleiter macht. Ich genieße ihn super gerne zu herbstlichen Trüffel-Gerichten oder zu lang geschmortem Rindfleisch (Stichwort Rinderrouladen oder auch Gulasch). Und das Beste: Der Nuiton Beaunoy Bourgogne Hautes Côtes de Nuits kommt mit einem echt fairen Preis daher. Rund 20 Euro für solch ein kleines Burgunder-Wunder macht ihn schon fast zu einem Best Buy. Da darf’s dann auch mal ein Schlückchen mehr sein.
Genuss-Power aus Südwest

Bis hierhin waren meine Herbstwein-Lieblinge ja eher etwas feiner. Aber natürlich genieße auch ich gerne kräftige und intensive rote Gewächse. Wenn es draußen so richtig ungemütlich ist, dann hole ich mir die Sonne und die Wärme vom Fuße der französischen Pyrenäen ins Glas. Nämlich mit dem „Géoglyphes“ von Plaimont. Über Plaimont muss ich wohl nicht mehr viele Worte verlieren. Ich habe über die Genossenschaft sowie deren Weine aus den Appellationen Saint-Mont oder Madiran ja schon ausführlich geschrieben und von deren Versuchskeller Atelier des Cépages sowie den Verdiensten rund um fast vergessene Rebsorten. Mit dem „Géoglyphes“ befinden wir uns in der Appellation Madiran. Die Tannat- und Cabernet-Sauvignon-Trauben stammen aus einer besonders steinigen und kiesigen Parzelle rund um Maucor. Genau diesen außergewöhnlichen Boden gibt der Rotwein geschmacklich unverfälscht wieder – deswegen auch sein Name.
75 Prozent Tannat und 25 Prozent Cabernet Sauvignon sorgen hier für ein herrlich intensives Bukett nach roten und schwarzen Waldbeeren, getrockneten Kräuter und Leder- sowie Tabak-Anklängen. Dazu dann noch die delikaten Röstaromen, die der Wein dem 12- bis 14-monatigen Ausbau in Barriques zu verdanken hat – herrlich! Ja, dieser Madiran ist sehr präsent und kräftig, mit einer sehr präzisen Struktur und lebendigen Tanninen. Ich liebe den „Géoglyphes“ zu deftigen Gerichten wie Wildgulasch oder auch mal einem Steak. Sehr sogar.
Rhône-Genuss für dunkle Tage

An den Südhängen der Monts de Vaucluse in der Rhône-Appellation Ventoux fühlen sich die Grenache- und Syrah-Reben auf den von Kieseln durchzogenen Sandsteinböden pudelwohl. Genau hier bewirtschaftet die Genossenschaft Marrenon für ihren Inventa „Les Grès“ ein paar ausgewählte Parzellen. Die Inventa-Linie ist die Top-Range der Kooperative. Dementsprechend penibel bewirtschaften die Winzer:innen die Parzellen. Niedrige Erträge sind ebenso eine Selbstverständlichkeit, wie eine punktgenaue Lese und eine schonende Vinifikation, die ihren Höhepunkt in einem 22-monatigen Barrique-Ausbau findet.
Bereits nach dem Öffnen ist hier direkt klar, dass Grenache mit 85 Prozent die Cuvée dominiert. Mehr reife rote Beeren in der Nase geht einfach nicht. Aber da ist dann eben auch diese leichte Note nach schwarzem Pfeffer und dunkler Oliventapenade. Jepp, das hat das Gewächs eindeutig dem Syrah zu verdanken. Am Gaumen kommt dann noch ein kräftiges Kräuter-Potpourri hinzu – fein unterlegt von einer zarten Mineralität, die hier einen schönen Kontrast und somit auch ordentlich Spannung an den Gaumen bringt. Für mich ist der Inventa „Les Grès“ ein absolutes Muss, wenn es bei uns Hirschgulasch oder lang geschmorte Lammkeule zu essen gibt. Wobei ich ihn als Herbstwein auch gerne einfach nur mal bei Kerzenschein und während ein paar anregender Gespräche genieße.
Herbstweine: Ein Hoch auf die Vielfalt!

Du siehst: Herbstweine müssen nicht immer besonders kräftig und alkoholstark sein. Die Bandbreite an unterschiedlichen Gewächsen ist auch in dieser Jahreszeit enorm. Bei mir persönlich ist es ja so, dass, je ungemütlicher es draußen wird, desto häufiger greife ich zu den kräftigen Weinen. Herrschen milde Temperaturen und die Sonne scheint, dann bevorzuge ich die schlankeren und feineren Gewächse. Weingenuss hat halt auch immer direkt etwas mit dem Leben an sich zu tun für mich. Welche Weine genießt du im Herbst am liebsten?
Copyright Titelbild: © iStock/Svittlana
*Dieser Text wurde von Vinergie in Auftrag gegeben und vergütet, spiegelt aber trotzdem meine eigene Meinung wider. Externe Links sind Bestandteil dieses Advertorials. Interne Links dienen Service-Zwecken.

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