Weingläser mit unterschiedlichen Weinen in einer Reihe, um Hintergrund glitzern Weihnachtslichter

Festtagsweine: 7 Empfehlungen für noch mehr weihnachtlichen Genuss

ADVERTORIAL | Hast du schon alle deine Festtagsweine für die bald anstehenden Feiertage ausgesucht? Falls nicht, kommen hier 7 Empfehlungen, die zu vielen unterschiedlichen Weihnachtsmenüs passen – und die Weinanfänger ebenso begeistern wie fortgeschrittene Kenner.

Alle Jahre wieder stellt sich uns Weinliebhaber eine einfache und doch zugleich sehr schwierige Frage: Welche Festtagsweine sollen wir unseren Lieben zu Weihnachten kredenzen? Wenn du in deiner Familie allgemeinhin der Weinkenner bist, dann wirst du wahrscheinlich mit der Auswahl betraut. Und wahrscheinlich geht es dir dann so wie mir. Denn ich mache mir bereits monatelang im Voraus Gedanken und grübel, welcher Wein zu welchem Gericht an welchem Tag am besten passt. Aber nicht nur das! Schließlich wollen ja auch die unterschiedlichen Geschmäcker und Weinerfahrungsstufen bedient sein.

Kurz gesagt: Man will Oma Erna mit der Auswahl der Festtagsweine nicht überfordern. Onkel Klaus, der sich in den vergangenen 30 Jahren eine beeindruckende Bordeaux-Sammlung aufgebaut hat, soll aber auch nicht zu kurz kommen. Und man selbst möchte natürlich auch seine Freude haben – und zwar ohne direkt einen Kredit aufnehmen zu müssen. Hochwertig soll es aber trotzdem im Glas zugehen. Bei mir ist Weihnachten ein waschechtes Familienfest. Es kommen alle zusammen. Nicht nur an Heiligabend, sondern auch an den beiden folgenden Feiertagen. Natürlich hatte ich auch dieses Jahr wieder die Ehre, für die unterschiedlichen Gerichte und Menüs die Festtagsweine auszusuchen. Genau die stelle ich dir jetzt vor, denn viele davon sind echte Allrounder, die auch dein Weihnachten genussvoll verzaubern können.

Gruppe Menschen sitzt an einem festlich gedeckten Weihnachtstisch und genießt Essen und Wein
Festtagsweine sollen allen am Weihnachtstisch viel Freude bereiten. © dolgachov/iStock

Inventa Les Vallons 2020 von Marrenon

Fangen wir mal den Weißweinen an. Da habe ich mir dieses Jahr zwei sehr unterschiedliche Gewächse ausgesucht. Der Inventa Les Vallons stammt von Marrenon. Die Kooperative ist an der südlichen Rhône zuhause – und aus den beiden Appellationen Luberon und Ventoux nicht mehr wegzudenken. Bei dem Wein ist der Name Programm. Denn „Inventa“ ist Latein für „Entdeckung“. Und diese Entdeckung kommt eben aus den Luberon-Gebirgstälern, die man „les vallons“ nennt. In dem Gewächs treffen Vermentino und Grenache Blanc auf einen kleinen Hauch von Bourboulenc, Roussanne und Viognier. Die Reben wurzeln tief in den steinigen Boden an den Hängen des Luberon-Massivs. Die Trauben werden zeitgleich gelesen und dann separat in neuen Barriques vergoren und ausgebaut.

Während der Reife rührt man den Hefesatz regelmäßig auf, damit der Wein mehr Körper und Schmelz bekommt. Zugleich bewahrt er aber auch seine Frische. Das Ergebnis ist ein wunderbar intensiver Weißwein mit Röstaromen und buttrigen Nuancen sowie verführerischen Anklängen von gelbem Apfel und reifer Quitte. Am Gaumen dicht und mit einer sehr präzisen Struktur. Dazu dann noch der Touch Karamell im Abgang. Herrlich! Bei uns gibt‘s den Inventa Les Vallons 2020 von Marron zum einen zur Hochzeitssuppe an Heiligabend sowie zu der dann später folgenden Fischplatte, auf der selbst gebeizter Lachs das kulinarische Highlight ist. Ich kann mir das Gewächs aber auch noch vor allem zu Meeresfrüchten und Käse vorstellen. So oder so ist das doch so schon mal ein fantastischer Start in Sachen Festtagsweine.

Paar stößt vorm Weihnachtsbaum mit Festtagsweinen an
Mit dem Inventa Les Vallons 2020 von Marrenon beginnen wir auf jeden Fall den Reigen der Festtagsweine bei uns. © Zoff Foto/iStock

Festtagswein 2: Chablis Premier Cru Montmains 2021 von La Chablisienne

Natürlich darf zu Weihnachten aber auch ein klassisches Prestige-Gewächs nicht fehlen. Deswegen habe ich auch den Chablis Premier Cru Montmains von La Chablisienne in meine Auswahl an Festtagsweinen aufgenommen. Willkommen im Burgund, bienvenue à Chablis! Seit 1923 haben es sich die Winzer von La Chablisienne zum Ziel gemacht, auf den kalkhaltigen Böden der Appellation Kreszenzen mit außergewöhnlich eigenem Charakter entstehen zu lassen. Und genau diesen findet man dann eben auch bei diesem Premier Cru, der vom linken Ufer des Flusses Serein stammt.

Die Chardonnay-Reben sind durchschnittlich 25 Jahre alt. Nach der Lese werden die Trauben kurz kalt mazeriert, bevor es mit der Gärung losgeht. Der Wein reift dann 12 Monate in Tanks und Holzfässern auf der Feinhefe. Und er absolviert den biologischen Säureabbau. Dadurch hat der Chablis Premier Cru Montmains 2021 eine nicht ganz so strahlige Säure, sondern brilliert eher mit einer runden und ausbalancierten Tiefe. Genau das mag meine Familie viel lieber. Ich bin mir jetzt schon sicher, dass sie von den ausdrucksstarken Pfirsich- und Aprikosen-Noten begeistert sein werden. Im Abgang findet man dann noch eine herrliche Würze, die minutenlang nachhallt.

Und wozu reiche ich diesen Wein? Nun, an Heiligabend mache ich ihn auf jeden Fall zur Käseauswahl auf. Dank seiner Fülle wird er vor allem zum Bergkäse sehr gut passen. Am zweiten Feiertag indes begleitet dieser Chablis Premier Cru dann die Tagliatelle mit schwarzem Wintertüffel, die es als Vorspeise gibt. Diese Kombi habe ich bereits ausprobiert. Ein Gedicht! Auch zu Hühnchen und Pute ist der Wein eine tolle Begleitung.

Teller mit Pasta und Morcheln, im Hintergrund ein Glas mit Weißwein
Tagliatelle gehen zu Weihnachten immer. © AlexPro9500/iStock

Cave du Château de Chénas: Beaujolais Cru Moulin-à-Vent Les Pérelles 2021

Auf der roten Weinseite macht der Beaujolais Cru Moulin-à-Vent Les Pérelles von der Cave du Château de Chénas den Anfang. Ich bin inzwischen ja ein echtes Gamay-Fangirl, da darf bei den Festtagsweinen natürlich auch ein hochwertiger Cru-Wein aus dem Beaujolais nicht fehlen. Die Reben gedeihen hier auf dem legendären manganreichen Granitboden, der den Cru Moulin-à-Vent so berühmt gemacht hat. In Eichenfässern gereift, besticht dieser Beaujolais mit einer Nase voller schwarzer Früchte und einem Hauch Lakritz. Das macht direkt Lust auf den ersten Schluck.

Am Gaumen kommen dann noch Anklänge von Veilchen hinzu, die perfekt zu den feinkörnigen Tanninen und der seidig-fruchtigen Struktur passen. Ich mache von dem Moulin-à-Vent Les Pérelles 2021 auf jeden Fall eine Flasche an Heiligabend zur Käseplatte auf. Aber auch am ersten Weihnachtstag ist er eine tolle Ergänzung zum Pinot Noir, der zur klassischen Weihnachtsgans in die Gläser fließt. Moment! Pinot Noir? Zu diesem Festtagswein kommen wir jetzt.

Festtagsweine - Käseplatte und ein Weinglas aus der Vogelperspektive fotografiert
Zu den Festtagsweinen darf natürlich auch eine Käseplatte nicht fehlen. © volff/Adobe Stock

Festtagswein 4: Volnay 2019 von Nuiton-Beaunoy

Mit Nuiton-Beaunoy haben die Winzer ihre Genossenschaft zu einer echten Marke gemacht. Sie bewirtschaften ihre Rebflächen in der Côte d’Or (Hautes Côtes de Nuits und Hautes Côtes de Beaune) im Burgund. Sie gelten als echte Pioniere und wurden bereits mehrfach als Kooperative ausgezeichnet. Die Pinot Noir aus Volnay gelten als die „femininsten“ Weine des Burgunds. Was auch immer das heißen mag. Wenn es „besonders elegant“ bedeutet, dann bin ich sofort dabei. Denn der Volnay 2019 ist ein Paradebeispiel für Feinheit und Eleganz.

Aber von vorne: Die Pinot-Reben gedeihen in südöstlicher Ausrichtung auf kalkhaltigen Tonböden. Nach Lese und klassischer Gärung erfolgt ein 10 bis 14-monatiger Ausbau in Holzfässern aus französischer Eiche. Doch kommen wir endlich zum Geschmack! Mich begeistert hier allein schon die Nase enorm. Neben Erdbeere, Kirsche und ein Hauch von roter Pflaume brillieren hier vor allem Tabak-Anklänge, Veilchen und ein Hauch Holz. Am Gaumen super weich und seidig, aber trotzdem mit enormem Tiefgang und einer feinen Textur. Für mich wird dieses Gewächs mein Highlight am ersten Feiertag sein, wenn es die traditionelle Weihnachtsgans gibt. Wobei ich mir den Volnay 2019 von Nuiton-Beaunoy auch sehr gut zu Lamm und Kalb oder zu Käse vorstellen kann.

Festtagsweine - und dazu eine Gänsekeule mit Rotkohl und Klößen zu Weihnachten
Darf Weihnachten nicht fehlen: Gans. © Alex Raths/iStock

Inventa Le Roc 2020 von Marrenon

Zum rosa gebratenen Rehrücken an Heiligabend (ja, wir schlemmen an diesem Abend, was das Zeug hält!) habe ich den Inventa Le Roc 2020 von Marrenon in die Riege der Festtagsweine aufgenommen. Das ist quasi das rote Pendant zu dem weißen Inventa-Gewächs der Rhône-Kooperative. Hier haben wir 100 Prozent Syrah am Start. Die Reben gedeihen in einer Nordost-Lage am Fuße eines Kalkfelsens im Norden des Luberon-Massivs. Die Winzer ernten die Trauben bei idealer Reife. Direkt nach der Weinlese geht’s für sie zum Entrappen ins Kelterhaus. Auch die Gärung findet dann direkt statt, bevor man den Wein für 24 Monate in französischen Barriques ausbaut.

Hier haben wir einen klassischen Rhône-Syrah, der seine volle Eleganz ausspielt. Bereits in der Nase begeistern die Sauerkirsch-Noten sowie die Anklänge von schwarzem Pfeffer und einem Hauch dunkler Oliven. Am Gaumen gesellt sich dann noch eine wunderschöne Kakaonote hinzu, die quasi die gut strukturierten Tannine zu umschmeicheln scheint. Weil in unserer Sauce an Heiligabend Schokolade eine gewisse Rolle spielt, kann ich mir den Inventa Le Roc 2020 von Marrenon sehr, sehr gut dazu vorstellen. Am zweiten Feiertag gibt es bei uns aber auch traditionell kleine Schokoladenküchlein als Dessert. Und ich glaube, dazu mache ich dann eine weitere Flasche auf. Ansonsten kann ich mir das Gewächs auch noch sehr gut zu luftgetrocknetem Schinken vorstellen.

Ein Teller mit Wild und Möhren und Kartoffeln auf einem Holztisch mit Weihnachtszweigen und einem Glas Rotwein aus der Vogelperspektive fotografiert
Gibt’s bei dir zu Weihnachten auch Wild? © Lisovskaya/iStock

Festtagswein 6: Grèvière 2019 von Vignobles Marie Maria

Womit wir jetzt beim letzten roten Gewächs in meiner Auswahl der Festtagsweine wären. Grèvière 2019 stammt von den Vignobles Marie Maria, die inzwischen zu der Kooperative Plaimont gehören, von denen ich dir ja schon berichtet habe. Auch die Appellation Madiran habe ich dir bereits detailliert vorgestellt. Deswegen gehe ich hier in Sachen Terroir nicht weiter auf Einzelheiten ein. Bleibt mehr Platz für den Wein selbst. 🙂 Dieser ist eine Cuvée aus Tannat und Cabernet Sauvignon. Ich persönlich mag diese Vermählung von einheimischer und internationaler Rebsorte ja sehr. Nach dem Entrappen und Anquetschen der Trauben findet zunächst eine temperaturregulierte Mazeration statt, bevor es an die Gärung geht.

Dabei findet nur eine mäßige Extraktion statt, damit die Gerbstoffe nicht zu übermächtig werden. Der 12-monatige Ausbau erfolgt dann in neuen und gebrauchten Holzfässern. Vorweg: Dieser Wein darf gerne zwei Stunden vor dem Genuss karaffiert werden. Ansonsten sind die Tannine doch noch ein Tick zu griffig. Macht man das, dann wird man mit einem beeindruckend intensiven und doch frischen Gaumenerlebnis belohnt. Die Anklänge von dunkler Pflaume und Schwarzer Johannisbeere sowie die Nuancen von Lakritz und würzigen Kräutern passen bei uns bestimmt mega gut zum Hirschfilet. Ich kann mir diesen Wein aber auch sehr gut zu lang geschmorter Lammkeule oder Wildschweingulasch vorstellen. Oder aber zu Fasan.

Hirschteak auf Püree an fruchtiger Soße auf einem Holztisch aus der Vogelperspektive fotografiert.
Der Grèvière 2019 von Vignobles Marie Maria wird zum Hirschsteak ein Gedicht! © Alisa Korolevskaya/iStock

Süßes Finale: „La Saint Sylvestre“ 2016 von Plaimont

Natürlich darf auch ein Dessertwein bei den Festtagsweinen bei mir nicht fehlen. Wobei Dessert bei dem „La Saint Sylvestre“ 2016 von Plaimont hier nur zum Teil zutrifft. Denn er passt nicht nur zu fruchtigen Nachspeisen, Crème Brulée oder den obligatorischen Weihnachtsplätzchen, sondern eben auch zu Gorgonzola oder scharf angemachten Walnüssen. Beides gibt es zusammen mit Birne und Feige als kleine Pizzen dieses Jahr bei uns als etwas außergewöhnlicheres Dessert am zweiten Feiertag. Ich bin mir sicher, dass die verführerischen Noten von Honig und Rosinen sowie getrockneten Aprikosen perfekt dazu passen. Ebenso wie dieses erstaunlich viskose Mundgefühl und die leichte Walnuss-Note, die im langen Abgang wahrnehmbar ist

Das Gewächs stammt übrigens aus der Appellation Pacherenc de Vic-Bilh, in der trockene und edelsüße Weißweine hergestellt werden. Die Rebberge der AOP Pacherenc befinden sich auf demselben Gebiet wie die der Appellation Madrian, in der ausschließlich Rotweine gemacht werden. Manseng ist hier die Rebsorte der Wahl, tritt allerdings als Duo auf. Nämlich mit Gros Manseng und Petit Manseng – zwei autochthonen Pyrenäen-Schönheiten. Apropos Pyrenäen: Diese halten ja gerne mal Regenwolken auf. In der Appellation Pacherenc de Vic-Bilh ist Botrytis also eine Seltenheit.

Dieser Edelfäule ist ja ein Großteil der Süßweine dieser Welt zu verdanken. In diesem Fall allerdings nicht. Denn die Plaimont-Winzer lesen die Trauben erst in einem überreifen Zustand, sodass viele Weinbeeren bereits getrocknet sind. Dadurch konzentrieren sich Zucker und Aromen – und der Dessertwein kann auch ganz ohne Botrytis entstehen. Und weil es halt eine Zeit dauert, bis Trauben überreif sind, lesen die Plaimont-Winzer die Trauben für diesen Wein traditionell am letzten Tag des Jahres. Womit du weißt, warum der Wein „La Saint Sylvestre“ heißt.

Dessertwein von Plaimont als Festtagswein zu Weihnachten
Mein Rezept zum Dessertwein habe ich übrigens direkt von Plaimont bekommen. © Annette Sandner

Festtagsweine: Was ist deine Wahl?

Uff, jetzt haben wir aber gemeinsam einen ganz schönen Ritt durch Frankreich gemacht. Und bevor du zu fragst: Ja, Schaumweine gibt es natürlich auch. Nur habe ich mich da noch nicht final entscheiden. Wahrscheinlich wird es ein Crémant de Bourgogne. Auf jeden Fall aber ein Crémant. Diese Schaumweine mag die Familie – und ich natürlich auch. Warum also noch lange in der Welt herumsuchen?

Jetzt bist du aber dran. Zum einen hoffe ich, dass ich dich ein wenig inspirieren konnte. Falls du schon deine Festtagsweine für dieses Jahr ausgewählt hast, dann freue ich mich zum anderen, nun deine Weihnachtsfavoriten kennenzulernen. Was willst du öffnen?

Copyright Titelbild: © Vinergie/Adobe Stock

*Dieser Text wurde von Vinergie beauftragt und vergütet. Er spiegelt aber trotzdem meine eigene Meinung wider. Externe Links sind Teil des Advertorials. Interne Links dienen allein Service-Zwecken.

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